Großeltern und Enkelkinder gemeinsam im Bild

Landschaftsillustration

Kaum ein Bild wird später so gern angesehen wie eines, auf dem Großeltern und Enkelkinder zusammen sind. Es zeigt, wie unterschiedlich die Hände, die Gesichter und die Geschichten sind und wie gut sie zusammenpassen. Solche Bilder entstehen selten von selbst, weil die Großeltern oft hinter der Kamera stehen oder gar nicht dabei sind. Ein wenig Planung macht daher viel aus.

Nähe statt Aufstellung

Vermeide die steife Reihe. Lass die Großeltern mit den Kindern etwas tun, zum Beispiel ein Buch ansehen, Karten spielen, backen oder im Garten sitzen. Wenn die Hände beschäftigt sind, entspannen sich die Gesichter. Fotografiere aus einiger Entfernung, damit niemand merkt, dass du gerade ein Bild machst. Die ehrlichsten Aufnahmen entstehen, wenn niemand in die Kamera schaut.

Auch die Hände sind ein wunderbares Motiv. Eine große, faltige Hand, die eine kleine hält. Zwei Hände, die gemeinsam einen Teig kneten. Eine Kinderhand, die eine Brille zurechtrückt. Solche Bilder brauchen keine Gesichter, und sie sind oft die, die später am meisten berühren. Gehe nah heran, stelle auf die Hände scharf und achte auf weiches Licht vom Fenster.

Achte auf die Höhe. Wenn die Großeltern sitzen und die Kinder stehen oder am Boden hocken, kommen die Gesichter näher zusammen. Setze dich selbst auf einen Sessel oder geh in die Hocke, damit das Bild nicht von oben herab entsteht. Lass jemand anderen das Handy halten, wenn du selbst mit aufs Foto möchtest. Familienbilder, auf denen die Eltern fehlen, wirken leicht unvollständig.

Frage die Großeltern, ob sie mit dem Bild einverstanden sind und wofür du es verwenden möchtest. Manche freuen sich sehr, andere sind lieber im Hintergrund. Zeige ihnen das Ergebnis gleich, und lass sie eines aussuchen. Ein ausgedrucktes Foto steht gern auf einer Kommode oder hängt am Kühlschrank. Ein solches Bild bedeutet den Großeltern oft mehr, als man denkt, und die Enkel sehen es bei jedem Besuch wieder. Vielleicht schreiben die Großeltern sogar ein paar Worte auf die Rückseite, etwa das Datum und den Anlass. Solche Zeilen werden später zu einem kleinen Schatz, den die Familie gern weitergibt und immer wieder liest.