Ein Jubiläum ist ein Anlass, bei dem viele Menschen zusammenkommen, die sich sonst selten sehen. Eine Familie feiert vielleicht ein langes Zusammenleben, einen runden Geburtstag oder viele Jahre im gleichen Haus. Bilder von diesem Tag werden später oft hervorgeholt. Es lohnt sich, ein wenig vorauszudenken, damit nichts Wichtiges fehlt und die Feiernden trotzdem nicht ständig vor der Kamera stehen müssen.
Vorher, währenddessen und nachher
Sammle im Voraus alte Fotos. Ein Album, eine Schachtel, ein paar Bilder an der Wand. Lege sie auf einen Tisch und mache ein Foto davon, damit sie auch dann noch sichtbar sind, wenn sie wieder eingepackt sind. Fotografiere die alten Bilder möglichst gerade von oben, im Tageslicht und ohne Blitz, damit keine Spiegelung entsteht. Die Gäste bleiben gern stehen und erzählen dazu.
Die Feiernden verdienen ein ruhiges Porträt. Suche einen Moment am Anfang oder am Ende, wenn noch nicht alle da sind oder die Ersten wieder gehen. Stelle sie ans Fenster, in den Garten oder auf die Treppe, und bitte um ein einfaches Lächeln. Ein Bild mit nur den Händen, ineinander gelegt, erzählt oft sehr viel. Frage sie, was sie sich wünschen, bevor du auslöst.
Während des Festes hältst du dich zurück. Mache Bilder von den Gesprächen, vom Tisch, von den Blumen, von den Kindern, die unter dem Tisch spielen, und von den Reden aus der Ferne. Schalte den Blitz aus und nutze das Licht des Raums. Wenn du etwas sagst, dann leise. Fast alle Gäste vergessen die Kamera, wenn sie sich nicht beobachtet fühlen, und die besten Bilder entstehen von selbst.
Zum Schluss gehört ein Bild der ganzen Familie dazu. Geh früh genug zu allen hin, bevor die ersten müde sind. Ordne sie in Reihen, wie bei einem Gruppenbild, und mache mehrere Aufnahmen. Später kannst du eine kleine Auswahl drucken lassen und den Jubilaren als Erinnerung überreichen. Ein Album mit einer Handvoll Bilder und ein paar handgeschriebenen Zeilen macht oft die grösste Freude. Frage vorher bei den Feiernden nach, ob sie Bilder mit den Gästen teilen möchten oder ob sie die Fotos lieber für die Familie behalten. So bleibt der Tag ihr eigener, und alle fühlen sich wohl.