Schulen, Kindergärten und Vereine schicken manchmal Bilder von Ausflügen, Festen oder Turnieren. Sie sind meist mit Liebe gemacht, und du bekommst Einblicke, die du sonst nie hättest. Aber sie landen schnell im Nachrichtenverlauf, und nach einigen Wochen findest du nichts mehr wieder. Ein bisschen Ordnung sorgt dafür, dass die schönsten Bilder erhalten bleiben und nicht zwischen vielen anderen Nachrichten verschwinden.
Eine Ablage, die zu dir passt
Lege einen Ordner an, in dem du diese Bilder sammelst, zum Beispiel mit dem Namen der Klasse oder des Vereins. Speichere nur die, die du wirklich behalten möchtest. Bilder, auf denen dein Kind kaum zu sehen ist oder die unscharf sind, kannst du löschen. Sortiere gleich nach dem Eingang, sonst wächst der Berg. Ein kurzer Moment am Sonntagabend reicht dafür oft schon aus.
Gib den Bildern eine Beschriftung. Ein kurzer Name mit Ort und Anlass hilft: Sommerfest, Ausflug in den Wald, Turnier in der Halle. Später weißt du sofort, was du vor dir hast. Wenn mehrere Kinder darauf zu sehen sind, bewahre die Bilder für dich auf und zeige sie nur den Menschen, für die sie gedacht sind, zum Beispiel den Großeltern.
Denke daran, dass auf den Bildern oft andere Kinder zu sehen sind. Sie gehören zu ihren Familien, nicht zu dir. Verschicke sie deshalb nicht weiter, ohne zu fragen, und stelle sie nirgends ins Netz, wo sie jeder sehen kann. Wenn dir ein Bild besonders gefällt, kannst du die Eltern des anderen Kindes fragen, ob sie es dir auch schicken möchten. Die meisten reagieren freundlich, wenn man vorher fragt.
Wähle am Ende des Schuljahres eine kleine Handvoll aus, die du wirklich behalten möchtest. Drucke sie aus oder lege sie in das Album des Kindes. So bleibt nicht nur eine riesige Sammlung im Telefon, sondern eine Auswahl, die eine Geschichte erzählt. Und gib dem Kind die Chance, mitzuentscheiden. Kinder wissen oft genau, welche Bilder ihnen wichtig sind, und manchmal wählen sie ein Bild, an dem du selbst vorbeigeblättert wärst. Gerade diese Auswahl macht das Album später besonders persönlich.