Der Weihnachtsabend hat viele kleine Momente, die man festhalten möchte: das Licht am Baum, das Warten der Kinder, das Auspacken, das gemeinsame Essen. Wer versucht, alles zu fotografieren, ist am Ende müde und hat den Abend kaum erlebt. Es hilft, sich vorher einen ruhigen Plan zu machen. So entstehen wenige, aber schöne Bilder, und du bist trotzdem mittendrin und bekommst alles mit.
Wenige Momente statt vieler
Überlege dir vorher zwei oder drei Momente, die dir wichtig sind. Das kann der geschmückte Christbaum bei Kerzenschein sein, der Blick der Kinder, wenn sie ins Zimmer kommen, oder der gedeckte Tisch vor dem Essen. Fotografiere diese Momente und stecke das Handy dann wieder ein. So weißt du, dass du das Wichtigste hast, und kannst dich entspannen.
Das Licht am Abend ist oft schwierig. Kerzen und Lichterketten sind schön, aber schwach, und der Blitz macht alles flach und grell. Schalte ihn aus, stelle das Handy auf eine feste Unterlage und warte einen Moment, bis das Bild scharf ist. Wenn die Stimmung im Raum warm und gelb ist, dann lass es so. Genau das gehört zu diesem Abend, und du musst es nicht korrigieren.
Fotografiere die Kleinigkeiten, die niemand plant. Ein Kind, das auf dem Teppich sitzt und Papier zerknüllt, die Großmutter, die eine Karte liest, der Vater, der in der Küche etwas kostet. Solche Bilder zeigen, wie der Abend wirklich war. Auch die Reste nach dem Auspacken, das Papier und die Bänder, erzählen viel und wirken oft sehr lebendig und heiter.
Bitte jemand anderen, für ein paar Minuten zu übernehmen. Dann bist auch du einmal auf dem Foto, mitten im Papier und im Lachen. Und wenn alle am Tisch sitzen, lege das Handy in eine Lade oder in ein anderes Zimmer. Es ist schwer, einen Abend zu genießen, wenn man ständig daran denkt, ihn aufzunehmen. Ein Bild am Morgen danach, mit den müden Gesichtern und dem Durcheinander, ist auch schön. Es zeigt, dass der Abend gelebt wurde, und die Kinder lachen später gern über die zerzausten Haare und die neuen Socken, die sie schon wieder anhaben.