Am Spielfeldrand wird gerufen und geklatscht, und das Kind läuft in wenigen Sekunden von einer Ecke des Feldes in die andere. Es ist schwer, Bilder zu machen, auf denen man wirklich etwas erkennt. Gleichzeitig willst du dein Kind anfeuern und nicht die ganze Zeit auf den Bildschirm schauen. Mit ein paar einfachen Gewohnheiten gelingt beides, und du gehst nach dem Spiel mit guten Bildern und guter Laune nach Hause. Vielleicht erzählt dein Kind dir auf dem Heimweg sogar von einem Moment, den du im Bild festgehalten hast.
Suche dir einen guten Platz
Komm früh, und such dir einen Platz, von dem aus du das Feld gut überblickst. Bleib auf der Seite, auf der dein Kind meistens spielt, oder hinter dem Tor, wenn dort etwas passiert. Stelle dich nicht mitten in die Reihe der Zuschauer, sondern an den Rand, damit du niemandem die Sicht nimmst. Geh ruhig in die Hocke, wenn du dort niedriger stehen kannst, denn aus der Hocke wirken Kinder größer und kraftvoller.
Bewegung ist das eigentliche Problem. Wenn du mehrere Bilder hintereinander aufnimmst, hast du später die Wahl. Halte das Handy still, drücke die Ellbogen an den Körper und folge dem Kind mit dem ganzen Oberkörper, nicht nur mit dem Arm. Das gelingt besser, wenn du dir überlegst, wohin der Ball wahrscheinlich rollt. Ein kurzer Blick auf das Geschehen, bevor du auslöst, hilft enorm.
Achte auf das Licht. Bei Sonne solltest du die Sonne im Rücken haben, sonst wird das Kind zu einer dunklen Gestalt. Bei bewölktem Himmel ist das Licht gleichmäßig, und die Farben der Trikots leuchten. In der Halle ist das Licht oft schwächer, und die Bilder werden leicht unscharf. Dort gelingen ruhigere Augenblicke besser, etwa das Warten an der Bank oder der Moment vor dem Wurf.
Nicht nur das Spiel selbst ist ein Motiv. Ein Kind, das sich die Schuhe bindet, Freunde, die sich in den Arm nehmen, ein müder, verschwitzter Blick nach dem Abpfiff. Diese Bilder sagen oft mehr als der schönste Torschuss. Denke auch an die anderen Kinder: Frage die Eltern, bevor du Bilder mit ihren Kindern verschickst oder anderen zeigst. Und lege das Handy zwischendurch weg, damit du den Moment auch selbst erlebst.